Etosha, Tag 4

Heute heißt es vom liebgewonnen Halali Abschied zu nehmen. Mir hat es hier wirklich gefallen, das Zimmer war völlig in Ordnung, das Essen war immer lecker, nur die Organisation scheint etwas zu haken. Aber das liegt wohl eher daran, dass in diesen Unterkünften versucht wird, Europa in Afrika reinzupressen und das funktioniert einfach nicht. Ich checke aus und finde es etwas strange, dass hier Mißtrauen gegenüber Kunden herrscht. Eine Person überprüft mein Zimmer und gibt per Funk durch, dass alles in Ordnung ist. Ich bezahle und gehe dann frühstücken.

Auf dem Plan steht eine Runde Richtung Westen über die altbekannten Wasserlöcher wie Rietfontein, dann Aus, Olifantsbad, Gemsbokvlakte und Nebrownii nach Okaukuejo, wo ich die nächsten zwei Nächste schlafen werde. Rietfontein und Ondongab waren ziemlich leer und da ich hier schon war, entschließe ich mich, ziemlich schnell weiterzufahren. Ich biege vom Hauptweg ab und nach ein paar Minuten begegne ich einem Safarifahrzeug und der Fahrer deuten mir, etwas zu sehen. Ich kann die Geste als Horn erkennen und schaue in die Richtung, in die er zeigt und tatsächlich: Ein Nashorn!

Nashorn in dichter Buschlandschaft, Etosha Nationalpark

Ich fahre noch etwas auf und ab, aber das Nashorn bewegt sich keinen Zentimeter und ich finde – mal wieder – keinen Spott, um einen klaren Blick auf das Nashorn zu erhalten. Nach ein paar Minuten fahre ich dann weiter. Knapp 30 Minuten ohne weitere Sichtung erreiche ich dann zu meiner Überraschung Gemsbokvlakte, eigentlich wollte ich ja nach Aus. Aber das Wassserloch macht seinem Namen alle Ehre, viele Oryxe sind hier und sie schleichen hier sogar um mein Auto herum und so komme ich zu einigen netten Nahaufnahmen.

Gemsböckherde am Wasserloch Gemsbokvlakte, Etosha Nationalpark
Gemsbock am Wasserloch Gemsbokvlakte, Etosha Nationalpark

Als ich dann zum Parkplatz beim Wasserloch Olifantsbad fahren wollte, schlägt mein Herz im Nu höher. Ein Riesenandrang noch ca. 100 Meter vom Wasserloch entfernt. „Hier muss was Katzenartiges im Busch liegen“, hoffe ich, kann aber nichts erkennen. Es stehen so viele Autos (ca. 6-7) auf dem einspurigen Weg zum Wasserloch, immer wieder vor- und zurückfahrend. Alle kämpfen um eine Position. Dabei fährt ein offenes Safari-Fahrzeug mit 3 Deutschen an mir vorbei und ich frage, was denn da sein soll. „Ein Löwe! Ich habe ihn aber auch noch nicht gesehen.“, antwortet eine hübsche Blonde und mein Herz schlägt noch höher. Ich stelle mich geduldig hinten an, in der Hoffnung, dass der Löwe nicht verschwindet. Aber nachdem sich 10 Minuten nichts bewegt, ich aber auch durchs Fernglas nichts erkennen kann, fange ich an, etwas offensiver meine Absicht zu zeigen, den Löwen auch sehen zu wollen. Ich parke neben einem englischsprachigen Päarchen und frage, wo denn der Löwe ist. Der Mann zeigt mir die Richtung, ich schau direkt an seinem Arm vorbei durch mein Fernglas und dieses Gefühl, was sich bei diesem Anblick in mir ausbreitet, werde ich Zeit meines Lebens nicht vergessen! Ich sehe meinen ersten Löwen und frage, ob ich schnell ein Foto machen kann. Er hat nichts dagegen und ich drücke ab.

Löwenmännchen im Schatten eines Baumes in der Nähe des Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Mein erstes Löwen-Erlebnis, und obwohl ich mir geschworen habe, keine Checkliste zu führen, muss ich doch zugeben, dass ich sehr erleichtert bin, endlich Löwen zu sehen. Ich hatte mir beim Frühstück sowas auch vorgenommen: Heute sollte der Tag sein, an dem ich verstärkt nach Löwen Ausschau halten wollte. Immer wieder fahre ich jetzt auch auf und ab und erkenne dann, dass es sich mindestens um zwei Löwen handeln muss.

Löwenmännchen schaut in unsere Richtung in der Nähe des Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Ich schaue auf die Uhr, es ist 10:20 Uhr. Wie toll, dass es so früh geklappt hat. Nachdem sich der Rummel etwas legt, suche ich nach einem Platz, von dem aus ich die Löwen vielleicht noch besser sehen kann. Das Beobachten anderer Fahrzeuge hilft mir dabei sehr und ich finde schließlich den perfekten Platz.

Drei Löwen im Schatten eines Baumes in der Nähe des Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Man kann gut erkennen, dass es sich sogar um drei Löwen handelt. Das Geschlecht vom linken Löwen lässt sich aufgrund der angedeuteten Mähne des jungen, männlichen Löwen bestimmen. Beim Mittleren bin ich mir da schon nicht mehr so sicher, beim Liegenden ist es fast ausgeschlossen, das Geschlecht zu bestimmen. Der dritte versinkt dann wieder im Schatten des Baumes.

Drei Löwen im Schatten eines Baumes in der Nähe des Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Danach legen sich alle wieder hin, aber ab und an steht einer mal wieder auf und bettet sich um. Ich bin so fasziniert von den Löwen, dass ich mich entschließe, heute den ganzen Tag hier zu verbringen. Immer wenn ich eine Bewegung wahrnehme, schnappe ich mir die Kamera und halte drauf.

Ein Löwe bettet sich immer wieder um, Etosha Nationalpark
Ein Löwe bettet sich immer wieder um, Etosha Nationalpark

Jetzt kann man sich auch wieder vorstellen, wie leicht man an Löwen vorbeifährt, wenn sie so im Gras liegen. Sie verschmelzen förmlich mit der Farbe des Grases.

Löwen verschmelzen fast mit der Landschaft im goldgelben Gras, Etosha Nationalpark

Ich bin mittlerweile wieder völlig allein, ich stehe aber so „auffällig“ weit weg vom Wasserloch für vereinzelte Fahrzeuge, dass sie vom verwaisten Wasserloch immer wieder in meine Richtung fahre, da ich auch sehr offensiv mit Fernglas und Kamera in den Busch schaue. So bedeute ich allen Vorbeifahrenden, auf „meine Löwen“ zu achten. Plötzlich regt sich etwas im Busch und einer der Löwen erhebt sich wieder.

Ein Löwe richtet sich auf, ein anderer schaut in die Ferne, Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Ich kann’s kaum fassen, als sich der erste Löwe in Bewegung setzt, und zwar Richtung Wasserloch.

Löwe macht sich auf den Weg zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Ich stehe aber genau im Weg zwischen den Löwen und dem Wasserloch, sodass der Löwe ca. 5 Meter vor meinem Auto die Straße zum Wasserloch überquert.

Löwe überquert die Straße auf dem Weg zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Das Glücksgefühl lässt sich nicht in Worte fassen, was ich gerade empfinde.

Löwe überquert die Straße auf dem Weg zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Ich fahre noch ein Stück vor, um die nachkommenden Löwen noch näher zu sehen.

Löwe auf dem Weg zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Auch der zweite Löwe kreuzt die Straße.

Löwe überquert Weg zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Diese Nähe zu diesen majestätischen Wesen fühlt sich so wunderbar an, dass ich das Gefühl habe, guten alten Bekannten beim Überqueren der Straße zur nächsten Kneipe zuzuschauen. Ich möchte ihnen glatt zu rufen: „Geht schon mal vor, ich komme gleich nach!“.

Löwe und Giraffe am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark
Löwe auf dem Weg zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Als alle drei einträchtig nebeneinander trinken, kann man nun erkennen, dass es sich um 3 junge Männchen handelt. Bei keinem ist die Mähne schon voll ausgeprägt.

Löwen beim Trinken am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Im Nachhinein habe ich gelesen, dass sich junge, männliche Löwen nach der Abnabelung vom Rudel der Mutter mit ca. 2 Jahren auf die Suche nach einem neuen Revier machen und sich dabei öfters mit anderen jungen Männchen, die ebenfalls noch kein eigenes Rudel haben, zusammenschließen. Anscheinend ist genau so etwas hier passiert.

Am Wasserloch herrscht große Vorsicht, als die Löwen trinken.

Löwen beim Trinken am Wasserloch Olifantsbad, Giraffen, Kudus und Impalas schauen zu, Etosha Nationalpark

Brav blickt ein Löwe in die Kameras der Touristen.

Löwen beim Trinken am Wasserloch Olifantsbad, einer schaut in die Kamera, Etosha Nationalpark

Der erste Löwe hat genug getrunken und schaut sich nach einem neuen Plätzchen für den Nachmittagsschlaf um.

Löwe am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Er scheint ihn gefunden zu haben, was die Giraffen aber anscheinend nicht sonderlich interessiert.

Giraffen schauen Löwen am Wasserloch Olifantsbad hinterher, Etosha Nationalpark

Glücklicherweise suchen sich die Löwen eine bzw. 2 Stellen aus, die man von der Straße aus sehen kann. Da niemand mehr da ist, der die Löwen hat trinken sehen, habe ich einen Exklusivparkplatz mit direktem Blick auf die beiden Bäume, unter denen die drei Löwen liegen.

Blick auf die Löwen im Schatten zweier Bäume am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Nochmal mit etwas mehr Zoom:

Löwen legen sich in den Schatten zweier Bäume am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Der Herr scheint müde zu sein,…

Nahaufnahme von Löwe im Schatten zweier Bäume am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

dann plötzlich Unruhe, ein lautes Quieken wie von Schweinen erregt die Aufmerksamkeit eines Löwen,…

Löwe wird von Warzenschweinen aufgeschreckt, Etosha Nationalpark

zwei Warzenschweine sind dem Löwen zur Linken wohl zu nahe gekommen und haben sich erschreckt und dabei diese Töne ausgestoßen.

Warzenschweine schrecken Löwe auf am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Der Löwe bleibt allerdings liegen, ist wohl gerade nicht in der Stimmung auf zu viel Anstrengung. Die beiden Warzenschweine ziehen ungeschoren und nur mit dem Schrecken im Leib von dannen.

Warzenschweine flüchten vor dösendem Löwen am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Immer wieder erreichen Autos die Wasserstelle und schauen sich kurz um. Diejenigen, die das Glück haben, an mir vorbeizufahren, winke ich heran und zeige ihnen „meine Löwen“. Viele bedanken sich, mit manchen führe ich kurze Gespräche. Ein Amerikaner meint, ich solle den einzelnen Löwen Namen geben, es seien ja schließlich meine ersten. Das fand ich sehr witzig. Irgendwann drückt meine Blase und mir bleibt nichts anderes übrig, als mein Glück beim kurzen Pinkler zu versuchen. Und obwohl sich der Löwe zur Linken hin und wieder umbettet, entleere ich mich kurz und alles geht gut. Für mich war das nicht angenehm, der Löwe scheint aber auch keinen gemütlichen Platz zum Schlafen erwischt zu haben.

Löwe bettet sich um, Etosha Nationalpark
Löwe bettet sich um, Etosha Nationalpark

Nach weiteren 30 Minuten scheint es ihm dann zu bunt zu werden, er steht auf,…

Löwe erhebt sich am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

und schlendert langsam zu den beiden anderen Löwen hinüber.

Löwe geht zu seinen Kumpanen am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark
Löwe geht zu seinen Kumpanen am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark
Löwe geht zu seinen Kumpanen am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Die drei suchen sich einen Baum, unter den bei den länger werdenden Schatten alle drei Löwen passen. So alleine liegen ist auch ganz schön langweilig und auch ungemütlich.

Alle drei Löwen wiedervereint am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Man kann förmlich die Freude aus dem Gesicht ablesen, als alle drei wieder vereint unter einem Baum liegen.

Alle drei Löwen wiedervereint am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Es ist mittlerweile 15:30, die Zeit vergeht im Flug und es ist keine Spur langweilig. Ich genieße dieses entschleunigte Beobachten dieser tollen Tiere. 15 Minuten später tauchen Impalas auf, ziehen Richtung Wasserloch und bemerken bald die Löwen.

Impalas sehen und beobachten die drei Löwen am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Die Weibchen stoßen hin und wieder ein seltsames Geräusch aus, was ich als eine Art Warnung vor Raubtieren interpretiere. Ganz langsam und vorsichtig bewegen sich die Impalas immer abwechselnd an den Löwen vorbei. Die bleiben davon unbeeindruckt.

Impala beobachtet die drei Löwen am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Neben mir bleibt ein kleines, weißes Auto stehen und ich erkenne zwei Frauen wieder, die ich in Swakopmund kennengelernt habe und die Schwestern sind. Ich zeige den beiden die Löwen und sie versuchen, ein Foto davon zu machen. Als es ihr nicht gelingt, werde ich gebeten, das Foto zu machen. Ich schieße ein ganz gutes Foto und sage den beiden, dass die Löwen wohl bald wieder an die Wasserstelle gehen. Weitere 10 Minuten später regt sich dann auch wieder etwas. Einer der Löwen scheint wirklich wieder Durst zu haben, er steht auf und geht Richtung Wasserloch…

Löwe auf dem Weg zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

und fängt an zu trinken.

Löwe beim Trinken am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Dann macht er es sich noch gemütlich und der zweite Löwe trifft auch ein.

Löwe beim Trinken am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Beide trinken jetzt,…

Löwen beim Trinken am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

während der Nachzügler sich jetzt auch zum Wasserloch begibt.

Der dritte Löwe begibt sich zum Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Eine einsame Giraffe schaut sich das Treiben der Löwen in respektvollem Abstand an.

Löwen am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Das Wasser aus dem Becken scheint nicht so gut zu schmecken wie das aus dem Zufluss, kluges Tier!

Nahaufnahme von Löwen beim Trinken am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Erfrischt und mit gestilltem Durst bewegt sich der erste Löwe zu einer gemütlichen Stelle am Ufer des Wasserlochs,…

Löwe hat fertig getrunken und ist auf dem Weg in die Abendsonne am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

wo noch etwas Spätnachmittagsonne genossen und dabei brav in die Kamera geschaut wird.

Löwe liegt in der Abendsonne am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Obwohl wir keine Zahnärzte sind, zeigt uns der Löwe seine Zähne.

Löwe liegt in der Abendsonne am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Als der zweite Löwe mit dem Trinken fertig ist, legt sich dieser Löwe kamerascheu auf die entlegene Seite des Pumpenaufbaus (auf obigem Foto zu sehen) und entzieht sich so der neugierigen Blicke der mitterweile vielen Touristen. Löwe Nummer drei ist ebenfalls fertig, geht ein paar Schritte und weiß offensichtlich nicht, zu welchem Löwen es sich legen soll. Er schaut fragend in die Kamera.

Löwe schaut fragend in die Kamera am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Als ob er alle Touristen verstanden hätte, entscheidet er sich richtig und geht rüber zu Löwen Nummer eins, der immer noch am Ufer des Wasserlochs liegt. Die beiden mögen sich anscheinend.

Löwen in der Abendsonne am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Elefantenkot scheint ziemlich gemütlich zu sein.

Löwen in der Abendsonne am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

Nach aber nur ca. 5 Minuten entschließen die beiden, sich dem dritten Löwen anzuschließen…

Löwen in der Abendsonne am Wasserloch Olifantsbad, Etosha Nationalpark

und verschwinden dann aus unserem Sichtfeld. Da es fast 16:30 Uhr ist und ich noch in Okaukuejo einchecken muss, fälle ich die Entscheidung, zurück ins Camp zu fahren. Vor mir erkenne ich das kleine, weiße Auto der beiden Schwestern wieder, die bei jedem Tier anhalten. Ich fahre neben sie und frage: „Ist das Euer erster Tag, oder wieso haltet Ihr bei jedem Tier an?“. Eine antwortet bejahend und ich entgegne, dass es viel erklären würde. Wir fahren weiter und plötzlich steht etwas riesiges, graues auf der Straße.

Elefant überquert die Straße, Etosha Nationalpark

Und derselbe Elefant noch von vorne,…

Nahaufnahme eines Elefanten im hüfthohen Gras, Etosha Nationalpark

und von der Seite.

Elefant im hüfthohen Gras, Etosha Nationalpark

Dann überquert noch ein zweiter Elefant die Straße [man achte auf das kleine, weiße Auto!].

Elefant überquert die Straße, Etosha Nationalpark

Als wir das Tor erreichen, halte ich an der Rezeption und checke problemlos ein. Es ist nicht so voll wie an dem Tag, als ich hier das Permit erworben habe, ereignisreiche vier Tage vorher. Als ich meine Sachen in mein Zimmer, breitet sich in mir eine tiefeS gefühl der Zufriedenheit über diesen wunderschönen Tag aus. Das Zimmer ist schön, ich gehe duschen und ziehe mich um fürs Abendessen. Ich habe Glück, dass ich noch einen Tisch bekomme. Während ich darauf warte, dass mein Tisch gedeckt wird, erkennt mich eine vierköpfige Gruppe wieder und bedankt sich nochmals bei mir, dass ich ihnen die Löwen gezeigt habe. Es wären deren erste und bisher einzigen gewesen. Auch treffe ich das britische Ehepaar von meiner Tagestour nach Sandwich Harbour wieder und wir wechseln ein paar Worte. Wir verabreden uns für das Wasserloch nach dem Abendessen. Mein Tisch ist dann fertig, ich esse das leckere Essen vom Büffet.

Danach hole ich kurz meine Kamera und gehe mit den Briten Richtung Wasserloch. Ich bin etwas geschockt, wie groß das Areal für Zuschauer ist und wie viele Menschen schon da sind. Die Stimmung ist eher wie im Zoo, auch wenn es fast mucksmäuschen still ist. Allerdings ist ziemlich viel los und ich lasse mich lieber von der Tierwelt positiv beeindrucken und versuche, alles um mich herum zu vergessen. Die Elefanten, Giraffen und Nashörner schaffen es aber auch.

Elefanten am beleuchteten Okaukuejo-Wasserloch, Etosha Nationalpark

Die drei erwachsenen Nashörner mit einem Jungen.

Nashörn mit Nachwuchs am beleuchteten Okaukuejo-Wasserloch, Etosha Nationalpark

Die Mama mit Nachwuchs nochmal größer:

Nashornmutter mit Nachwuchs am beleuchteten Okaukuejo-Wasserloch, Etosha Nationalpark

Es sind auch noch 2 kleine Löwen etwas abseits vom Wasserloch. Der erste kommt zum Trinken,…

Löwenjunges am beleuchteten Okaukuejo-Wasserloch, Etosha Nationalpark

und dann auch der zweite.

Löwenjunges am beleuchteten Okaukuejo-Wasserloch, Etosha Nationalpark

Die Löwen-Mama und die beiden kleinen machen sich über einen toten Oryx her, der sich laut Aussage des Briten das Bein gebrochen hat und dann in der sengenden Sonne am Tag verendet ist.

Löwenmutter mit zwei Jungen beim Fressen einer Oryx am beleuchteten Okaukuejo-Wasserloch, Etosha Nationalpark

Gegen 21 Uhr verabschiede ich mich dann von den beiden netten Briten und ziehe mich in mein Zimmer zurück. In der Sonne sitzen ist halt anstrengender, als man gemeinhin denkt.

Alle Bilder zu diesem Post in der Fotogalerie: Tag 21: Etosha

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